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Stoffmarkt Holland in Hamburg - Mein 1. Mal

Muster, Muster, Muster

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Die meisten Hobby-Näher kennen ihn natürlich als immer wiederkehrende Institution – den Stoffmarkt Holland. Holländische Stoffhändler reisen durch die Republik und bieten ihre Waren in der Regel recht günstig in vielen deutschen Städten an. Hamburg wird glaube ich mehrmals im Jahr angefahren, so dass man auch immer die Auswahl an jahreszeitlichen Stoffen hat. Am Samstag gab es an vielen Ständen auch weihnachtliche Stoffe, die man im Frühjahr sicher nicht bekommt. Der Markt startet offiziell um zehn Uhr morgens, meine Kollegin und ich hatten uns aber schon so verabredet, dass wir gegen zehn vor neun mit der Bahn am Alsterdorfer Markt ankamen, weil ich irgendwo in den Tiefen des Internets bei meinen Recherchen gelesen hatte, dass man aufgrund des Andrangs besser etwas früher dort ist. Vor uns liefen dann schon einige Damen, die Trolleys (!) hinter sich herzogen, denen brauchten wir nur zu folgen, denn alle hatten das gleiche Ziel. Der Parkplatz füllte sich um die Uhrzeit auch rasant, ich kann also niemandem empfehlen, dort mit dem Auto hinzufahren.

Vor Ort dann sehr viele Händler und Stände – irgendwann war ich ziemlich übersättigt und hatte aufgrund der Kälte auch gar nicht mehr so große Lust, mir wirklich alles ganz genau anzusehen. Ich hatte mir vorher genau mein Budget überlegt und mir eine Liste mit meinen Projekten gemacht, damit ich daran nicht vorbeikaufe. Ich habe sogar nur drei Viertel meines Budgets ausgegeben, das ist nicht schlecht. Lag aber auch daran, dass ich viel von dem, was ich gesucht habe, nicht gefunden hab. Wer Kinder hat oder Verwandte/Freunde mit Kindern beschenken kann und will, findet hier zauberhafte, bunte und ausgefallene Kinderstoffe en masse zu wirklich günstigen Preisen. Daneben gibt es so die üblichen Materialien, jetzt zum Herbst hin hatten viele auch Walkloden in unterschiedlichsten Farben zu ca. 20 Euro den Meter. Soweit ich weiß, ist das auch ein gutes Angebot.

Ich hatte aber hauptsächlich, neben ein paar Extrawünschen, dünne, glatte, einfarbige Wollmischgewebe in schönen, angesagten Farben im Auge – wie z.B. senfgelb, petrol, dunkelrot, altrosa, … – und bin in der Hinsicht überhaupt nicht fündig geworden. Strick gab es und gemusterte Sachen gab es auch, aber meistens in den üblichen Farben (schwarz, braun, grau, rot und weiß  in Variationen) und abgesehen davon ungeeignet für die Kleider, die ich mir gerne nähen möchte. Da heißt es also weitersuchen. Aber ich habe einen tollen, bunten Norweger-Strickstoff bekommen, aus dem ich mir auch ein schlichtes, warmes Winterkleid nähen werde. Schwarzen Stoff für ein kleines Coco-Chanel-Style-Kleid und schwarz-gestreiften weichen Stoff mit dezentem Glanz, ebenfalls für ein Kleid. (Bunt, wo bist du??)

Ausbeute Stoffmarkt Holland

Ausbeute Stoffmarkt Holland

Selbstverständlich habe ich aber auch Stoffe erstanden, die nicht auf meiner Liste standen. Zwei davon werde ich zu Weihnachtsgeschenken für die Familie verarbeiten, und aus zwei bunt gemusterten Stoffen – man beachte die Äpfel! – werde ich mir noch zwei Röcke nähen, die ich im verspäteten Sommerurlaub im November noch anziehen kann, und dann erst wieder nächstes Jahr. Die haben auch nur sechs Euro pro Meter gekostet. Und für sage und schreibe zwei Euro pro Meter habe ich noch einen beige-melierten Wollmischgewebe-Stoff erstanden, der sich als herbstlicher Bleistiftrock bestimmt sehr wohl fühlt. ;)

Als wir uns um halb elf wieder auf den Weg Richtung U-Bahn machten, waren die Stände mittlerweile richtig, richtig voll. Wo man morgens um neun noch in aller Ruhe auf den Ballen nach der Stoffzusammensetzung gucken konnte, die Händler auch mal nach Einzelheiten fragen konnte und recht schnell dran war, wenn es um das Abschneiden ging, musste man sich ab zehn Uhr – gerade bei den buntgemusterten Kinderstoffen – geradezu zu den Stoffen durchkämpfen und auch entsprechend lange warten, bis man dran war zum Stoff abschneiden. Ich hab dort übrigens einen hübschen Ringelstoff für ein Shirt erstanden. Aber die anderen Mitstreiter – Frauen deutlich in der Überzahl – waren alle recht nett und man reichte sich die Sachen auch durchaus untereinander weiter. Also Ellenbogen und Gerangel um irgendwas habe ich persönlich nicht miterlebt. Aber vielleicht kommt sowas ja noch zu späterer Stunde. ;) Nun warten also ganz viele Sachen auf ihre Ver-und Bearbeitung und selbstverständlich werde ich euch auch hier auf dem Laufenden halten.

Die Stände wurden immer voller...

Die Stände wurden immer voller... aber immerhin kam irgendwann die Sonne rum.

PS: Angeblich sollen die Stoffmärkte vor Ort in Holland noch viel besser sein – ist halt nur von Hamburg aus ein bisschen weit…

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1 comment to Stoffmarkt Holland in Hamburg – Mein 1. Mal

  • Hallo Biene!

    Witzig – ich hatte gerade nach dem besagten Stoffmarkt gegoogelt und bin hier gelandet.

    Obwohl ich selbst Niederländer bin (und mittlerweile in Deutschland lebe), habe ich den Stoffmarkt noch nie live gesehen, Hamburg ist mir allerdings zu weit weg.

    Warum sich manche Männer für Stoffe interessieren ist übrigens eine andere Geschichte :-)

    Liebe Grüße

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