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Kino: New York, I love you!


Nachdem wir mit allen Kolleginnen bei der Arbeit – es sind nur sieben an der Zahl – beschlossen hatten, einen Kino-Mädels-Abend zu machen, begann die Suche nach dem richtigen Film. Im Cinemaxx läuft diese Woche nicht wirklich was Gutes, abgesehen von “Alice im Wunderland” und “Männer, die auf Ziegen starren”, weshalb wir uns dann auch verstärkt in kleinen Kinos umgesehen haben. Letztendlich fiel die Entscheidung auf “New York, I love you!” im Abaton Kino, im englischen Original mit Untertitel. Ich muss sagen, ich habe länger keinen so guten Film mehr im Kino gesehen.

Es handelt sich hierbei rein von der Machart her um den Nachfolger von “Paris, je t’aime” – den ich nicht gesehen habe – was bedeutet, dass sich mehrere Regisseure zusammengetan haben, um in elf Kurzfilmepisoden Geschichten aus New York zu erzählen. Interessant sind die Vorgaben: jede Episode sollte sich in irgendeiner Weise um Liebe drehen, es durfte maximal 48 Stunden lang gedreht werden und maximal sieben Tage mit Schneiden verbracht werden. Zudem war das Team für Kostüme und Requisiten bei allen Episoden dasselbe. Viele bekannte Gesichter haben bei diesen Kurzfilmen mitgewirkt, unter anderem Natalie Portman, die nicht nur mitspielt, sondern auch bei einer Episode Regie geführt hat. Und alle gehen irgendwie ineinander über, so dass man das Gefühl hat, man betrachtet eine zusammenhängende Geschichte. Wie New York oder das Leben selbst. Ich werde hier jetzt nicht aufführen, wer von denen, die man so kennt, hier alles mitgewirkt hat, denn darum geht es gar nicht.

Genauso wie im Leben dreht sich hier auch nicht alles um das selbstverliebte Liebesglück, sondern auch um Tragik und Komik, manchmal alles auf einmal. Jede Episode hat ihren eigenen Charakter, manchmal wird viel geredet, manchmal wenig, und trotzdem nimmt man alles wahr, was an Gefühlen und Stimmungen vermittelt werden soll. Ein sehr runder und ruhiger Film, in dem keine der einzelnen Episoden qualitativ weniger gut ist als die anderen, nur vielleicht anders. Wenn ich trotzdem eine Rangliste erstellen müsste, hätte mich persönlich die wahrscheinlich am “komischsten” dargestellte Geschichte über den Abschlussball am wenigsten angesprochen, wohingegen mich die beiden Alten, das Pärchen im Restaurant und die zwei nahezu Fremden, die sich zum zweiten Mal wiedertreffen, am meisten berührt hätten. Aber solch eine Rangliste will ich natürlich gar nicht machen, da es im Film selbst wie gesagt alles sehr schön ineinandergreift. Und immer die Bilder von New York. New York, New York, New York. Wunderbar.

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