Nice day:

Abonniere mich

Community

Bloggeramt.de Blogverzeichnis Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Add to Technorati Favorites

Hamburgische Staatsoper: La Traviata

Ich war mal wieder in der Oper. Und zwar auf Premiumplätzen im Parkett zum kleinen Preis, dank der Hamburger Theaternacht. Und es war wunderschön! La Traviata – z.dt. “die Verführte” – ist wie so viele große Opern eine tragische Geschichte. Eine junge, schöne und zu allem Überfluss auch noch todkranke Frau namens Violetta ist “vom rechten Weg” abgekommen und vergnügt sich in Paris. Ohne Verpflichtungen, ohne Liebe. Bis sie eines Abends auf einem Fest von einem jungen Mann umworben wirbt, der ihr seine brennende Liebe gesteht, eine Liebe so groß wie das Universum. Nach einigem Hin und Her überreicht sie ihm eine Kamelie, die sie an ihrer Brust trug, um sie wiederzubringen, sobald sie verwelkt ist. Um es auf den Punkt zu bringen: auf diese Weise hat sie ihm deutlich ihr Einverständnis für ein Wiedersehen am nächsten Tag signalisiert.

Und weil es kommt, wie es kommen muss, verliebt sie sich auch in ihn und lässt ihr ausschweifiges und lockeres Leben in Paris hinter sich um gemeinsam mit ihm auf dem Lande zu leben. Seinem Vater passt das jedoch gar nicht und er bittet sie nach einiger Zeit hinter seinem Rücken, ihn aus Liebe zu dem Rest seiner Familie, der unter dieser Liaison leidet, zu verlassen. Denn die beiden haben auch Geldprobleme, weshalb sie viele ihrer Sachen verkaufen muss. Sie beugt sich dem Willen des Vaters und verlässt den jungen Mann, dem sie nur einen Brief ohne die wahre Begründung hinterlässt. Dieser folgt ihr auf ein Fest und beleidigt sie dort unhöflicherweise vor der gesamten Gesellschaft, weshalb er vom Baron – ihrer Begleitung – zum Duell gefordert wird. Im letzten Akt liegt sie aufgrund ihrer Schwindsucht im Sterbebett. Da erreicht sie die reumütige Nachricht des Vaters, dass er dem Sohn alles gebeichtet hat und dieser auf dem Weg zu ihr sei. Alle drei versöhnen sich an ihrem Bett, dann steht sie auf und glaubt, sie könne weiterleben, bricht aber tot zusammen. Sehr, sehr tragisch.

Ich war sehr überrascht, dass sich das sonst so steife, hanseatische Publikum aufgrund der stimmlichen Leistung der Hauptdarstellerin nicht nur zu “Brava”-Rufen hat hinreißen lassen, sondern auch noch Standing Ovations erbracht hat. So kenne ich das hier in Hamburg gar nicht. Bei Jonas Kaufmann in der Musikhalle war es damals ähnlich, aber da waren auch ziemlich viele weibliche Fans. *hüstel* Deshalb zählt das nicht. Die Leistung der weiblichen Sängerin – leider haben sie auf der Internetseite der Staatsoper die Besetzung wieder runtergenommen und an den nächsten Terminen singt immer eine andere Sporanistin – war wirklich sehr gut. Den Tenor Ismeal Jordi als männlichen Gegenpart zur Violetta habe ich dagegen als ziemlich blass empfunden. Anfangs war kaum Schauspiel neben dem Gesang zu erkennen, was sich im Laufe des Abends etwas besserte. Aber auch stimmlich konnte er meiner Meinung nach nicht mit Violetta mithalten.

Enttäuschend waren mal wieder die deutschen “Übersetzungen” an dem Bildschirm über der großen Bühne. Nicht nur, dass sie diesmal auch wieder auf sehr unglückliche Art und Weise übersetzt haben, es war auch noch für Nichtkenner der italienischen Sprache viel zu wenig. Aber ich rege mich darüber nicht mehr auf, schließlich weiß ich ja bereits, was mich da erwartet. Immerhin kann ich meiner Begleitung immer erzählen, was sie in der Übersetzung vergessen haben. Was ich aber wirklich schön und sehr passend fand, war die Inszenierung an sich. Klassische, wirklich schöne Kostüme und ein klassisch traditionelles Bühnenbild.

Und weil es so schön war, hier eine Aufnahme mit Anna Netrebko und Rolando Villazon von den Salzburger Festspielen.

Share and Enjoy: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Bloglines
  • De.lirio.us
  • email
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Linkarchiv
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Live-MSN
  • MySpace
  • SEOigg
  • Technorati
  • TwitThis

Leave a Reply

 

 

 

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>