Nachdem Motus den Vorentscheid des Oxmox-Bandcontest gewonnen und im Halbfinale den zweiten Platz hinter Carolyn belegt hatten, stand am Samstag das große Finale an. 10 Bands hatten es so weit geschafft, sich einem großen Publikum und der Jury in der Markthalle zu stellen und sowohl Sachpreise als auch Auftrittstermine einzuheimsen. Arne, Robin und Nils waren aufgeregt, aber durch intensives Proben vorab ihrer selbst doch ziemlich sicher. Es versprach ein spannender Abend zu werden, vor allem weil Motus erst als Letzte gegen 23 Uhr spielen sollten. Aber wie heisst es so schön: Das Beste kommt zum Schluss.
Da wir bereits die vorherigen Auftritte verfolgt hatten, kannten wir einen Teil der Konkurrenten bereits, wenige haben wir an dem Abend zum ersten Mal gesehen. Wobei ich aus meiner Sicht sagen muss, echte Konkurrenten gab es nicht viele. Sehr gut waren Carolyn, gegen die Motus ja schon im Halbfinale nur den zweiten Platz gemacht hatten, ebenfalls eine starke Konkurrenz stellten Locomotif und Holy Purgatory aus Hamburg dar. Zumindest vorab. Denn bei den Auftritten zeigte sich, dass der Sänger von Holy Purgatory im Gegensatz zu ihrem starken Auftritt in der Vorrunde die Töne nicht wirklich getroffen hat und somit nur auf den lokalen Vorteil bauen konnte. Denn sie kommen, genau wie Motus, auch direkt aus Hamburg. Locomotif hatten genau wie Motus und Holy Purgatory eine starke Fanbase vor Ort und lieferten einen eindrucksvollen Auftritt ab, weshalb wir auch ihnen eine sehr gute Chance auf den ersten Platz zudachten. Es gab wohl auch einen Fanbus, der die Supporter von Locomotif inklusive Freibier von Eutin nach Hamburg gefahren hat. Meine Theorie dazu: Die vielen Fans, die beim Auftritt super gefeiert haben und danach verschwunden sind – was man aus Respekt den anderen Teilnehmern gegenüber eigentlich nicht macht – waren zu betrunken, um ihre zwei Kreuze an den richtigen Stellen zu machen oder haben nur ein Kreuz bei Locomotif gemacht, weshalb der Stimmzettel ungültig war. Denn sie kamen trotz super Performance nicht mal unter die ersten drei Plätze, obwohl der dritte Platz doppelt vergeben wurde.
Ich persönlich fand den Sound von Sarahjaminn auch gut, es traf auf jeden Fall trotz mittelmäßigen Auftritts meinen Musikgeschmack. Nachdem alle Auftritte durch waren und wir zu Motus und ihren vier Songs, von denen “Popmachine” neu war, ordentlich abgefeiert hatten, kam als Pausenfüller für die Dauer der Auszählung der Vorjahressieger auf die Bühne – Space off. Ganz ehrlich, mein Geschmack war es trotz guter Stimmleistung überhaupt nicht. Ganz schlimm fand ich die Tatsache, dass die Sängerin zwischendurch immer wieder für die Fotografen an der Bühne posiert und gesungen hat, statt sich mal Mühe zu geben das sitzende und wartende Publikum zu animieren. Da sprang nun wirklich überhaupt kein Funke über und man fragte sich ein wenig, wie sich die Band wohl im Vorjahr einen Sieg erspielen konnte.
Um zwölf Uhr war es dann endlich soweit und das Team von Oxmox sowie alle Teilnehmer des Finales kamen auf die Bühne um das Ergebnis zu verkünden. Gespannt drängte sich das Publikum wieder zur Bühne und skandierte die Rufe für seine Lieblingsband, am lautesten waren bis zuletzt die Fans von Locomotif und Motus. Den dritten Platz haben sich dann Stabak & Die Kosmonauten und Crazy Noise geteilt. Großer Applaus! Dann kam die Verkündung des zweiten Platzes: Carolyn. Sehr verdient für die professionelle Performance – tolle Musik und eine Sängerin mit Talent und hohem Wiedererkennungswert. Nun wurde es richtig spannend, man hörte nur noch Locomotif und Motus Rufe im Saal. Wir hatten wirklich Bedenken, ob Motus es geschafft hatten oder nicht. Nach ausgedehnten Minuten Wartezeit flüsterte die Moderatorin “Motus” ins Mikro und wir alle haben gejubelt und gefeiert. Die drei Jungs konnten ihr Glück kaum fassen und sind zu dritt über die halbe Bühne gehüpft. Wir sind zwar im Anschluss noch mit vielen anderen Gratulanten einfach auf die Bühne geklettert, aber zum gratulieren war leider nicht soo viel Zeit, weil die Jungs direkt im Anschluss ein Interview bei Alsterradio geben mussten.
Und hier bei mir gibt es auch ein kurzes, knackiges Exklusiv-Interview mit Arne, dem Sänger der Elektropop-Band Motus:
Biene: Wie fühlt man sich als Gewinner des OXMOX-Band-Contest? Habt ihr euch schon mit dem Gedanken vertraut machen können oder ist das alles noch zu frisch?
Arne: Ich muss gestehen, dass das zum Teil bei mir noch nicht angekommen ist. Auf der einen Seite ist das der absolute Wahnsinn! Wir können jetzt sagen, dass wir eine der besten Hamburger Bands sind, und angesichts der zahlreichen Bands in der Stadt, ist das schon ein Einstand.
Biene: Mit welchen Erwartungen seid ihr in den finalen Abend reingegangen? Ihr habt ja als letzte Band von allen gespielt und wusstet also, gegen welche Konkurrenten ihr anspielen müsst.
Arne: Ich selber respektiere jeden, der sich traut, vor 1.000 Leuten zu spielen. So auch heute beim Finale. Ich habe mir – sofern möglich – jede Band angeschaut und mir einen Eindruck vom Publikum und der Stimmung in der Markthalle gemacht. Das war schon beeindruckend. Umso mehr hatte ich aber auch Lust, selber auf der Bühne zu stehen. Nach stundenlangem Warten konnte ich dann endlich auch zeigen, was in uns steckt. Da hat sich die ganze angestaute Energie entladen.
Biene: Wen fandet ihr persönlich, bzw. Du denn von den finalen Bands am Besten?
Arne: Überraschenderweise eine Band, die weniger meinem Geschmack entspricht. Ich fand die Jungs von Locomotif einfach Klasse. Daneben hatten aber auch Sarahjaminn coole Rhythmen drauf.
Biene: Ihr habt ja schon einige Live-Auftritte hinter euch, dass merkt man an eurem professionellen Auftreten. Gibt es irgendeine witzige Story, die ihr bisher schon erlebt habt?
Arne: Wir haben einmal auf dem Spielbudenplatz in Hamburg gespielt. Das war schon etwas schräg, zumal unsere „Bühne“ – sofern man sie so nennen konnte – an die 3 mal 2 Meter groß war. Eigentlich hat nur unser Schlagzeug darauf Platz gefunden. Unser Gitarrist hat sich aber dennoch irgendwie neben dem Schlagzeug postiert. Ich dafür habe mir eine kleine Rampe aus einer Sitzbank gebaut, auf der ich dann stand. Große Bewegungen waren überhaupt nicht drin – das war schon irgendwie beklemmend. Aber dafür im Freien und unter Sternenhimmel…
Biene: Wie ging denn euer Abend nach dem Gewinn weiter? Ihr habt mit Sicherheit ordentlich gefeiert.
Arne: Auf jeden Fall. Das wurde erstmal kräftig begossen. Wir sind mit einem Teil unserer Fans dann Richtung Reeperbahn gezogen und haben erstmal ‘ne Runde Bier geschmissen. Aber versuch mal mit 20 Mann an einem Türsteher vorbeizukommen, der meint, wir seien zu viele. Als wir dann die Bestellung aufgegeben haben, hatten wir dann auch ‘ne Ahnung was er meint. Bis jeder so sein Bierchen hatte, sind schon mal ein paar Minuten vergangen. Dabei wollt’ ich doch einfach nur anstoßen…
Biene: Habt ihr euch denn schon Gedanken gemacht, was ihr mit dem Geld machen wollt? Vielleicht neue Studioaufnahmen?
Arne: Ich denke, dass wir das Geld für Recording-Sessions investieren werden. Robin und Nils haben schon vorher ständig davon gesprochen, ins Studio zu gehen. Unsere bisherigen Veröffentlichungen waren rein elektronischer Natur – bis auf den Gesang natürlich. Heutzutage kannst du aber als Musiker nur noch mit Auftritten den großen Wurf landen, weshalb wir live mittlerweile ganz anders klingen, als unsere rein elektrischen Anfänge. Und das wollen wir natürlich gerne auch auf einem Longplayer verewigen.
Biene: Was versprecht ihr euch von diesem Sieg? Was glaubst du, wie es jetzt für euch weitergehen könnte?
Arne: Auch wenn es nach Understatement klingen mag, so ist das Wichtigste, was wir aus dem Gig in der Markthalle mitnehmen, wohl die Erfahrung. Wir haben gezeigt, dass wir sowohl in Clubs als auch auf größeren Bühnen gute Stimmung machen können. Daneben können wir natürlich auch von uns behaupten, dass wir zu den besten Live-Bands von Hamburgs und Norddeutschland zählen. Wir hoffen, dass wir mit unserem Sieg das Interesse vieler Veranstalter geweckt haben, so dass wir künftig auf Festivals und möglicherweise als Support für den einen oder anderen Künstler zeigen können, was in uns steckt.
Biene: Und wo siehst du Motus in zwei bis drei Jahren?
Arne: Unser Ziel ist es, unseren ersten Longplayer zu veröffentlichen und diesen mindestens mit einer Deutschland-Tour zu promoten. Ich sehe in uns das Potential, eine der besten Live-Bands in der Pop-Musik zu werden. Deswegen sehe ich mich auch in ein bis zwei Jahren noch auf der Bühne. Denn da gehören wir hin!
Biene: Vielen Dank für das Interview und nochmal die herzlichsten Glückwünsche zum Gewinn!
Ich finde Motus nicht nur gut, weil ich Arne und Robin sehr gut kenne und man allein schon wegen der Freundschaft die Band unterstützen würde, sondern weil sie tanzbaren und professionellen Elektropop machen, der durchaus das Zeug zum Chartstürmer hat. Manche Elektro-Bands haben live nicht soo viel zu bieten, aber die drei beherrschen erstens ihre Instrumente sehr gut und machen zweitens eine gute Show. Live sind die Jungs der Knaller, ich kann also nur jedem empfehlen, sich einen der kommenden Auftritte anzusehen: am 17.09. erneut in der Markthalle und am 19.09. in Herford. Es wird sicherlich weitere Live-Auftritte in Hamburg und Umgebung geben, alle Termine und News finden sich auf ihrer Homepage.
Und wir alle warten gespannt auf neue Studioaufnahmen der neuen/alten Songs. @Motus: Ich bin gespannt, wohin eure Reise noch gehen wird, auf jeden Fall viel Glück und Erfolg weiterhin!
Hier zum Anhören und Ansehen zwei Songs aus ihrem Live-Mitschnitt eines Konzerts im Logo:
Sunrise – Einer meiner Lieblingssongs, fängt langsam an, geht dann aber auch voll ab.
Only at night




























Congratulations my friends !!! A very big embrace for you from Chile !!! AMAZING MOTUS !!!
WONDERFUL MY DARLINGS… SUPER JOB WE LOV ALL>>>>>
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