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Harry Potter und der Halbblutprinz

So. Kino ist aus, ich bin zuhaus. (Ein Reim, ein Reim!) Das dööfste vorweg: der Film hat eine Pause. Abgesehen davon, dass ich sowas generell nicht so mag, hat dieser Film nicht mal eine Überlänge, die das irgendwie rechtfertigen würde. Vielleicht müssen auf diese Art und Weise aber auch die Umsätze des Kinos gepusht werden. Man weiß es nicht genau. Wer noch nichts über den Film wissen will, obwohl er oder sie die Bücher kennt und vielleicht schon gezwungenermaßen die eine oder andere Kritik mitbekommen hat, der sollte hier nicht weiterlesen. Ich weiß aber aus Erfahrung, dass solche Warnungen nicht viel nützen.

Der Film ist im Hauptaspekt trotz aller Änderungen wie das Buch. Und zwar ist er wie das sechste Buch ein Übergang, der einem zwar einiges an neuem Wissen vermittelt, aber in Wirklichkeit nur die Grundlagen für das Finale schafft. Ja, es ist nicht alles wie im Buch, und ja, es gibt Szenen, die im Buch nicht vorkommen. Im Fall des Filmbeginns, wo man anhand einer Szene komprimiert darstellt, dass die Ereignisse in Harry’s Welt ihre Schatten auch in der Muggle-Welt werfen, ist es ok. Im Fall der Geschichte von Tom Riddle, die essenziell für die gesamte Story ist, ist es nicht ok, alle Erinnerungen Dumbledores in zwei Szenen kompakt darstellen zu wollen. Das wird ihrer Bedeutung absolut nicht gerecht. 

Und das die jungen Darsteller allesamt keine gesegneten Schauspieler sind, ganz im Gegensatz zu Alan Rickman als Snape oder Helena Bonham Carter als (grandiose) Bellatrix Lestrange, ist seit den ersten Filmen irgendwie klar. Aber darüber tragen die älteren sehr guten Schauspieler und natürlich die gesamte Welt von Hogwarths hinweg. Beim Buch war ich damals ein wenig enttäuscht, weil es trotz der vielen wichtigen Informationen nicht so ein Knaller war wie der Vorgänger und einem die Wartezeit auf das große Finale wirklich lang wurde. Jetzt beim Film bin ich umso enttäuschter, dass man aus den wenigen guten Vorlagen, die es trotz alledem gab, nicht wirklich was gemacht hat. Kann aber sein, dass es daran liegt, dass man diese letzten Verfilmungen trotz ihrer düsteren Stimmung und schlimmen Geschehnisse auf Krampf bei einem FSK ab 12 Jahren halten will.

Allein die Szene, in der Harry mit Dumbledore zur sturmumtosten Insel reist, um dort drinnen den Horcrux zu finden, ist im Buch und in der Fantasie des Lesers so grauenvoll und spannend! Davon kommt im Film nix rüber. Stattdessen wurde die Pubertät von Harry und seinen Freunden ziemlich deutlich herausgestellt. Was auch für diverse Lacher sorgt, so ist es nun auch wieder nicht. 

Fazit: Wer also die Bücher alle gelesen und die Filme bisher alle gesehen hat, der sollte sich den neuen Harry Potter trotzdem angucken. Er hat mich nicht vom Hocker gerissen, genauso wenig wie damals das Buch, aber er gehört in die Reihe und ich freue mich trotzdem, ihn gesehen zu haben. Trotz aller Schwächen und ein zwei Längen reißt einen der Film auch einfach deshalb wieder mit, weil man unmittelbar wieder in Hogwarths ist. Einziger (großer!) Wermuthstropfen: die Filmmusik ist anders. Für mich als großen Fan und Sammler klassischer Filmmusik ein echter Fauxpas, so etwas in einer zusammenhängenden Reihe zu ändern. Zum Einstieg in die Harry Potter Geschichte ist dieser Film nicht geeignet, denn neue Fans wird man damit sicher nicht gewinnen können. Da war der letzte Film wesentlich besser.

Und nun sitze ich hier noch ein Weilchen und höre mir über youtube nochmal die Harry Potter Musik der letzten Filme an. Einfach schön.

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4 comments to Harry Potter und der Halbblutprinz

  • Hört hört…ich meine lest lest…da hagelt es ja eine Menge Kritik!

  • Scheint nicht gerade der Kracher zu sein. Aber ab nächste Woche läuft sowieso Hangover in den Kinos an und der ist einfach klasse

  • “ist es nicht ok, alle Erinnerungen Dumbledores in zwei Szenen kompakt darstellen zu wollen. ” JAAAA das hab ich mir auch gedacht. obwohls mir beim buch anders ging als dir. es war das buch, das mir am besten gefallen hat. allein deswegen waren meine erwartungen wohl einfach zu hoch. ich fand die gewichtung zw informationen über die ganze geschichte über voldemort und dem kampf gegen das böse und den zwischenmenschlichen teenagerpubertätsgeschichten einfach nicht gut…

  • Hab über diese schlimme Filmmusik auf meinem Blog auch schon was geschrieben. Grauenhaft!

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