Aufgenommen habe ich diese Bilder in meinem Urlaub in Südtirol, und sie passen wie die Faust aufs Auge. Man hatte das Gefühl, die Welt geht unter. Auf einmal fing es an haselnussgroße, weiße Körner zu hageln und das Gewitter ging los. Aber mit einer Wucht und einem Platzregen!
Ein Gewitter in den Bergen ist eben nochmal was anderes, als in der Stadt. Hinterher haben wir dann erfahren, dass es 30 Liter pro Quadratmeter waren, die runtergekommen sind. Aber neben den ganzen Blitzen, dem lauten Regen und Donner war das seltsamste, was ich bisher an Naturerscheinungen gesehen habe, das rote Licht, welches nach dem Gewitter für ca. 10 Minuten draußen die Luft erfüllte. Stockdunkel war es während des Gewitters und auf einmal war nicht nur der Himmel, sondern die ganze Luft um dich herum rot und es war mit einem Schlag wieder taghell. Aber sehr unwirklich, alles wirkte etwas surreal.
Es lag aber daran, dass die Sonne hinter den Bergen noch nicht untergegangen war, sondern für einen Moment ganz schräg ihre letzten Strahlen über die Berge schickte und dadurch die gesamte Luft, die voll von Wassernebel durch das Gewitter war, in ein rotes Abendlicht tauchte. Leider kann man sowas nicht fotografieren, obwohl ich es versucht habe, aber ich werde mich bestimmt ein Leben lang an diesen irgendwie wunderbaren und seltsamen Moment erinnern.



Und so wie der kleine Himmelsausschnitt über dem Blumenkasten aussieht, so schien die ganze Luft um uns herum. Meine Kamera war für sowas aber eigentlich ungeeignet, aber vielleicht sieht man es ja ein bißchen.























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