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Ode an den Spargel

Wahrscheinlich ist es für Andere nicht so spektakulär wie für mich, aber ich habe doch tatsächlich am Wochenende in Flensburg in einem italienischen Restaurant das erste Mal weißen, gebratenen Spargel gegessen. Das war fast wie eine Offenbarung. Ganz intensiver Geschmack und leichte Röstaromen durch die Butter, das Ganze angemacht auf frischem Feldsalat. Eine super Vorspeise, total leicht, einfach und lecker. 

Bisher gehörte ich zu den Leuten, die ihren Spargel zur entsprechenden Jahreszeit gerne und häufig in gekochter Form mit Kartoffeln und Schinken essen. Ist mir bisher auch nicht langweilig geworden, aber ein Blick in andere Töpfe kann ja trotzdem manchmal nicht schaden. Hinzu kommt ja auch, dass beim Kochen soviel vom guten Geschmack einfach im Wasser landet, wie auch der Italiener im Restaurant treffend bemerkt hat. Denn brät man ihn in einer Mischung aus Butter und Olivenöl in der Pfanne an, bleibt der intensive Geschmack voll erhalten, man muss nur darauf achten, ihn nach ca. 15 min rauszunehmen, damit er noch bissfest bleibt. 

Eine weitere Möglichkeit, Spargel geschmacksintensiv zuzubereiten ist, ein paar Stangen in Alufolie zu legen, mit einem Esslöffel Wasser und einem Stich Butter, und das Ganze geschlossen ca. 20 min im Backofen zu garen. Von dem Mitkochen der Schale für mehr Geschmack halte ich hingegen nicht besonders viel, wenn man bedenkt was da so alles drin ist und womit heutzutage gespritzt wird.

Man muss auch nicht immer dicke Sauce Hollandaise zum Spargel essen, obwohl ich zugeben muss, dass ich mich in eine gut gemachte Hollandaise echt reinlegen könnte. Aber die Kalorien! Mindestens genauso gut schmeckt deshalb eine leichte Weißweinsauce mit Thymian. Zweifler sollten es einfach mal ausprobieren. Eine ganz feingehackte Zwiebel im Topf andünsten, einen Teelöffel frischen oder getrockneten, kleingehackten Thymian dazu, und das Ganze mit Weißwein ablöschen. Zwei drei Esslöffel Frischkäse einrühren (oder Creme Legérè) für die Bindung, mit Salz und Pfeffer würzen. Schmeckt wirklich sehr gut.

Mehr fällt mir jetzt nicht an Alternativrezepten zu den Spargel-Standards ein, bin aber für jedwede Anregungen offen, handelt es sich doch um eines meiner erklärten Lieblingsgemüse. :)

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