
Flugplatz Uetersen Heist
Also zur Richtigstellung: Ich habe keinen Rundflug gemacht. Also zumindest nicht diesmal, sondern mit 12 Jahren über den sog. “Ferienpass” mit meinem Opa und meiner Kusine vom Flugplatz Hartenholm aus. Aber andere haben einen Rundflug geschenkt bekommen, und wir sind mit dorthin gefahren, weil es erstens ein sehr netter Ausflug bei Super-Wetter war und zweitens ja schon das Zuschauen Spass macht. Zumindest in den meisten Fällen. Auf dem Flugplatz Uetersen-Heist, von wo aus auch die Air Hamburg nach Helgoland und Sylt fliegt, war am Pfingstmontag auch eine Menge los. So wie es aussah, sind auch gar nicht alle geflogen. Viele haben den Flugplatz einfach als Ausflugsziel für Radtouren oder ähnliches genutzt, um dann bei einem kühlen Bier den kleinen Cessna’s beim Starten und Landen zuzuschauen. Und es war wirklich interessant, gefühlt wurde allein alle zehn Minuten ein Segelflieger in die Luft gezogen.

Rundflieger besteigen eine Cessna
Das Einzige, was mal wieder eine pure Enttäuschung war, war das Flugplatz-Restaurant. Auch “Tower Café” genannt. Insgesamt sieben oder acht Bedienungen, aber kein Barkeeper. Völlige Konfusion, falsche Tischnummern und Wartezeit auf einen Eiskaffee von einer halben Stunde. Und von gleichzeitigem Servieren aller Getränke hatten die Damen anscheinend auch noch nie was gehört. Das bestätigt mal wieder mein persönliches Vorurteil, dass die meisten (natürlich nicht alle) der Locations, die eine einzigartige Lage haben oder schlicht und einfach die einzigen am Platz sind, es nicht nötig haben, weder gute Qualität noch gute Bedienung zu liefern. Schließlich kommen trotzdem immer genug Leute. Also mein Tipp: kalte Getränke draußen am Bierstand holen, oder Picknick mitbringen und auf die Wiese setzen.
Auf dem Weg zum Flugplatz gibt es außerdem noch den Hochseilgarten-Heist. Wir sind zwar (leider) nur vorbeigefahren, aber er machte einen sehr guten Eindruck, und ich weiß jetzt schon, dass er zu meinen Wunsch-Ausflugszielen diesen Sommer gehören wird.

Willkomm-Höft in Wedel
Den Abschluss für unseren Tagesausflug bildete dann das Willkomm-Höft in Wedel. Hier werden die vorbeifahrenden Schiffe traditionell mit ihrer eigenen Landeshymne via Lautsprecher begrüsst oder verabschiedet, je nachdem ob sie in den Hamburger Hafen einfahren oder aber die deutschen Küstengewässer verlassen. Auch das ist vor allem den Sommer über ein beliebtes Ausflugsziel, wie es scheint. Es lohnt sich aber auch, denn wenn Schiffe vorbei kommen – bei uns war es leider nur eines, nämlich ein chinesischer Tanker – kann man Nationalität oder Tonnage raten und sich freuen, wenn die Schiffe mithilfe des “Flagge dippen” zurückgrüßen. Ein würdiger Ausklang für ein vollgepacktes, aber sehr schönes Pfingstwochenende.

Kein Tanker weit und breit, dafür Sonne Sonne Sonne





















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