
Bunte Ostereier
Ich habe eine bessere Idee. Statt Ostereier zu verstecken, könnte man auch einfach all die Sachen irgendwo “verstecken”, die man nicht mehr haben möchte. Die unnötigen Ballast darstellen und so gar nicht zum Frühlingserwachen passen.
Das können alte Klamotten sein, die man ewig nicht mehr anhatte und die durchs Waschen immer unschöner werden. Oder Bücher, die man durch häufiges Lesen schon so verinnerlicht hat, dass man sie eigentlich nicht mehr im Regal braucht. Oder altes Geschirr, überflüssige Dekoration, abgelaufene Lebensmittel im Vorratsschrank, was auch immer – Ausmisten ist angesagt! Und dann gibt man alle diese Sachen irgendwohin, wo man sie mit hundertprozentiger Sicherheit nicht wiederfindet. Denn im Gegensatz zu den echten Ostereiern will man diese “faulen Eier” gar nicht mehr wiederfinden.
Auf der abstrakten Ebene kann man sich auch gleich von Sachen trennen, die einem gefühlsmäßig nicht guttun. Wie z.B. das ständige Aufregen über den zu lauten Nachbarn. Oder der Streit von neulich mit der guten Freundin. Die übermäßigen Sorgen wegen der Zukunft. Zweifel am eigenen Können. Alles, was negative Gefühle in uns weckt.
Einfach alles irgendwohin verbannen, wo es nicht mehr auffindbar ist, und den Frühling genießen. Das Frühlingserwachen, sprich den Neubeginn der Natur mit viel Sonne und vielleicht ein paar echten leckeren Ostereiern feiern. Denn der Kreis dreht sich immer weiter, und der Neubeginn kommt immer wieder, egal wie oft man hinfällt.



























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