Und nochmal Ibiza Stadt. Nachmittags wollten wir erst schön zum Sonnen und Baden an den Strand, aber es herrschte eine recht steife Brise, wie man so schön sagt. Die Brandung war super und das Baden machte auch Spass, aber der Wind hat uns den Sand doch ziemlich extrem in Ohren und Nasenlöcher geblasen. Schlimmer als eine Perle im Ohr, doch das ist eine andere Geschichte. Letztendlich haben wir uns auf die Liegen auf unserer privaten Terrasse zurückgezogen.
Abends ging es dann erneut nach Ibiza Stadt, wo wir schon wieder eingekauft haben. Ich habe ein Traumkleid erstanden, was ich aber leider erst im nächsten Frühjahr werde anziehen können. Essen gab es dann nach einer Besichtigung der Altstadt in einer richtig gemütlichen Tapasbar, wo wir uns die Bäuche mit Paprikawurst, Manchego und Alioli vollgeschlagen haben.
Die Altstadt von Eivissa ist auch das Einzige, was hier wirklich den Flair versprüht hat, den wir bisher auf der Insel doch ein wenig vermisst haben.
Am nächsten Tag ging es wieder auf einen Hippie Markt, diesmal direkt bei uns um die Ecke, allerdings galt es vorher noch die Geschichte mit dem Parkticket zu regeln. Anscheinend hatten wir nämlich die spanischen Instruktionen auf dem Parkautomaten zwei Tage vorher nicht richtig verstanden, und hatten dafür ein Ticket kassiert, welches es nun zu bezahlen galt. Leider hatte der zuständige Beamte Urlaub, und weder die Politesse, noch die örtliche Polizei konnte uns weiterhelfen. Nachdem wir also eine geschlagene Stunde in dem kleinen Ort von Pontius zu Pilatus gerannt sind, keiner uns verstanden hat aufgrund mangelnder Englischkenntnisse, und wir unsere Pläne zwecks doof tun und so ums bezahlen herum kommen längst begraben hatten und nur noch bezahlen wollten, mussten wir also unverrichteter Dinge heimkehren und müssen uns nun eine andere Lösung einfallen lassen.
An unserem letzten Tag war der Himmel zwar anfangs ziemlich diesig und unsere Laune auch dementsprechend, doch nach einem leckeren Frühstück bei unserem bevorzugten Bäcker versprach der Himmel doch noch aufzureißen, und bewaffnet mit Dosenbier sowie vorzüglichen, herzhaft gefüllten Blätterteigtaschen ging es dann mittags doch noch an den Strand. Das Meer war durch den langanhaltend starken Wind immer noch sehr aufgewühlt, weshalb nicht nur die Wellen hoch und der Sog recht stark war, sondern man außerdem das Vergnügen hatte, nach jedem Gang ins Wasser mit einem Kilo Seetang und Sand in Unterbüx und Oberteil wieder rauszukommen.
Auf dem Weg zum Wasser wurde ich von kleinen, spanischen Rotzbengeln mit einem Fussball regelrecht abgeschossen, was mal wieder meine insgeheime Theorie bestätigt, das kleine Kinder mich nicht mögen.
Für die letzte Nacht sind wir noch in eine andere kleine Wohnung umgezogen, die unser Vermieter liebevoll als seine “Junggesellen-Bude” bezeichnete – by the way, er ist verheiratet mit einer sehr netten Frau und hat drei kleine, bezaubernde Töchter.
Und tatsächlich, von mehreren Spiegeln rund ums Bett, über nackte ibizenkische Playmates sowie haufenweise Fotos und Zeitungsausschnitten an den Wänden, bis hin zu 80er Jahre Pornos unter dem Fernseher ist hier wirklich alles vorhanden. Wir fühlten uns direkt heimisch. Da das Wetter abends auch wieder ziemlich mies wurde, gabs halt nur Rotwein und nen spannenden Film.


































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