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Ibiza I

Ibiza von oben

Ibiza von oben


“Un dia es un dia” – Heute ist ein Tag, morgen ist ein anderer Tag. Diese Lebensweisheit wurde uns direkt am ersten Abend auf Ibiza zuteil. Doch fangen wir vorne an. Aufbruch war natürlich im verregneten Hamburg bei 9 Grad, und nach ein wenig Irrungen und Wirrungen kamen wir dann auch gut gelaunt am Flughafen an. Gebucht hatten wir die Flüge bei German Wings, und ich muss sagen, nie wieder!

Die Flugzeuge und Sitze waren alt und dreckig, abgesehen davon, dass wir zu dem nicht ganz billigen Flug auch noch zusätzlich zur Gepäckreservierung via Internet Geld pro Gepäckstück und Strecke bezahlen mussten, und der Höhepunkt war wirklich, dass wir beim Umsteigen in Stuttgart einmal komplett auschecken und wieder einchecken mussten, was nur deshalb gut funktionierte, weil unser Anschlussflug Verspätung hatte.

Unser Domizil

Unser Domizil


Dafür wurden wir bei unserer Ankunft durch strahlende Sonne und ein Bombenwetter entschädigt. Unser Vermieter holte uns ab, und machte mit uns auf der Fahrt zu unserem Domizil in Sant Carles, im Osten der Insel, gleich eine Sightseeingtour mit vielen Tipps und Infos. Kurz und gut, nach einer Besichtigung der gemütlichen Ferienwohnung im Grünen, oberhalb des Dorfes gelegen, ging es für uns direkt an den Strand. Die Cala Llenya, wo unsere Strandbucht liegt, ungefähr 200 Meter von der Wohnung entfernt, ist wirklich schön. Gut drei Stunden haben wir dort noch in der Sonne und im Wasser zugebracht, nachdem ich den Kioskbesitzer mit meiner Essensbestellung verwundert habe. Schließlich waren wir morgens um halb neun mit dem Flieger in Hamburg aufgebrochen, um halb zwei auf Ibiza gelandet, und nun war es drei Uhr und wir hatten noch nichts gegessen. Deshalb haben wir uns dort riesige belegte Panini bestellt, und ich eben gleich zwei, obwohl sie dann so groß waren, dass ich nur anderthalb geschafft habe. Daraufhin hat mich der Kioskbesitzer auch noch auf Spanisch gefragt, ob ich einen Joint kaufen möchte. Es war alles ein klein wenig seltsam.
Unsere Strandbucht

Unsere Strandbucht


Abends ging es dann um acht in ein Restaurant 300 Meter hinter dem Haus, über Feld und Wiesen, weil der beste Freund unseres Vermieters, der Restaurantbesitzer Juanito, 60ten Geburtstag hatte und da waren wir als Gäste des Hauses auch eingeladen. Dort wimmelte es zwar nur von älteren Deutschen, die ihren Lebensabend mehr oder weniger dauerhaft hier verbringen, aber das Essen und der Wein waren göttlich! Besonders die ibizenkische Pizza, die Sobra Sada (eine weiche Paprikawurst) und nicht zu vergessen das selbstgemachte Aioli, welches mehr oder weniger nur aus gepresstem Knoblauch bestand, hatten es uns angetan. Und nachdem Juanito immerzu darauf bestand, uns Wein nachzuschenken, waren wir gegen elf so betrunken, dass wir im Stockdunkeln über die Felder zurückgestolpert sind, um todmüde und glücklich ins Bett zu fallen. Der Tag war schließlich lang.

Am nächsten Tag sind wir gegen neun/halb zehn aufgestanden, und erstmal in die Bar Anita zum Frühstücken gefahren. Der Cafè con Leche ist hier aber ganz schön stark, der zieht mir echt fast immer die Schuhe aus. Anschließend ging es in den großen Supermarkt in Sant Eularia zum Einkaufen, wo wir hauptsächlich Pasta, Brot, Schinken, Manchego und süße Schweinereien eingekauft haben. Gegen Mittag ging es dann wieder an den Strand, wo wir es tatsächlich bis vier Uhr ausgehalten haben, allerdings kamen wir jeder mit einem schönen Sonnenbrand wieder nach Hause.

Cafe del Mar

Cafe del Mar


Für den Abend hatten wir uns bei dem schönen Wetter einen Besuch im Cafe del Mar vorgenommen, auf dem anderen Ende der Insel, um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Abgesehen davon, dass dieser abends im Endeffekt so wolkenverhangen war, dass man nicht mehr viel vom Untergang sehen konnte, empfanden wir das Cafe del Mar selbst als völlig überbewertet. Die Getränke waren der größte Witz, der mir seit langem untergekommen ist, die Bedienung war auch nur so lala, und nur die schicke Inneneinrichtung und die gute Musik können das nicht alleine aufwiegen. Falls wir nochmal nach Sant Antoni fahren sollten, wenn es noch einen richtig klaren Abend gibt, dann mit einer guten Flasche Rotwein im Gepäck, und dann setzen wir uns auf die Steine am Strand unter dem Cafe del Mar, da ist es nämlich sehr viel schöner. Ein bißchen genervt haben auch die ganzen Jet-Ski-Poser, die vor dem Sonnenuntergang direkt vor dem Cafe, und den anderen Locations rechts und links daneben, ihre Künste vorführen mussten.
Ausblick vom Cafe del Mar

Ausblick vom Cafe del Mar


Immerhin hatten wir noch einen netten Abendspaziergang durch Sant Antoni selbst, und abends haben wir im Bett Baguette mit Tapas, Käse und Schinken gegessen, Rotwein getrunken, und uns einen netten Film zum einschlafen angeguckt.

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